Europa sieht weg, während sich eine humanitäre Katastrophe an unserer Grenze abspielt. Die Flucht über das Mittelmeer ist für viele zur letzten Hoffnung geworden und doch nur eine Randnotiz in den Nachrichten. Während Menschen im Mittelmeer sterben, wird ihre Flucht zur Randnotiz und verkommt zur Polemik im Plenarsaal. Wilko Beinlich, ehemaliger Kapitän und Katastrophenmanager der EU-Kommission, aktuell im bayerischen Katastrophenschutz tätig, berichtet von seinen Einsätzen auf Seenotrettungsschiffen, von Extremsituationen auf dem Meer und und von Fluchtgeschichten, die er als Zeuge erlebt hat. Außerdem beleuchtet er die aktuelle Lage und die Politik der Kriminalisierung von Hilfe.
Wilko Beinlich war 2016 und 2017 auf der Juventa mit ‚Jugend rettet‘ gewesen, bis sie beschlagnahmt wurde. 2018 rettete er auf der Mare Liberum und ein weiteres Mal auf einem anderen Schiff. Seitdem hält er Vorträge.
Einlass ab 18:00 Uhr mit künstlerischem Vorprogramm: André Hasberg zeigt eine Installation, die die Fluchtursachen verdeutlicht. Jaroslav Pyzh aus der Ukraine macht zusammen mit dem Workshop Orange eine Performance.
